„Du hast doch gar keinen Grund, traurig zu sein!“ – naa, wer von euch hat das schon während einer akuten depressiven Episode gehört?
Die Annahme, dass man mit einer Depression ständig traurig ist, hält sich bei manchen immer noch hartnäckig. Ich kann nur von mir berichten: Manchmal wäre ich echt froh gewesen, wenn ich traurig hätte sein können. Die Depression macht bei mir, dass ich teilweise einfach gar nichts mehr fühle. Selbst die Dinge, die mich sonst glücklich machen, lösen einfach nichts in mir aus. :s
Aufstehen? Fühl ich nicht. Was leckeres essen? Fühl ich nicht. Eine Umarmung? Fühl ich nicht. Fuck, es ist immer wieder hart. Natürlich bin ich in depressiven Phasen auch oft mal traurig. Weil ich merke, dass nichts mehr geht, dass ich nicht die Version von mir bin, die ich gerne mag und gefühlt sehr viel verpasse. Aber es ist dann eben nicht der Standardzustand, dass ich Gefühle richtig fühlen kann.
Wie verhält sich das bei euch? ❤️🩹
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